Ramaphosa verspricht: Südafrika will Handel mit den USA fortsetzen
In einer Frage- und Antwortrunde in der Nationalversammlung am Dienstag erklärte Präsident Cyril Ramaphosa, dass Südafrika trotz des anhaltenden Streits mit den Vereinigten Staaten weiterhin Handel im Rahmen des African Growth and Opportunity Act (Agoa) betreiben möchte. Die Beziehung zwischen Südafrika und Washington ist angespannt, nachdem Präsident Donald Trump das Expropriation Act Südafrikas kritisierte und behauptete, dass es ein Versuch sei, „Land von weißen Farmern zu konfiszieren“.
Ramaphosa betonte, dass Südafrika bestrebt sei, die Beziehungen zu den USA zu verbessern und den Handel aufrechtzuerhalten. Letzten Monat bot Trump den weißen Farmern in Südafrika Zuflucht an und kürzte gleichzeitig die finanzielle Hilfe für das Land. Die Regierung hat ihre Pläne für eine geplante Mission nach Washington überdacht und hofft nun, mit der Regierung von Trump über den Handel zu diskutieren, anstatt über die Gründe für den diplomatischen Streit.
Die Spannungen zwischen den beiden Ländern gefährden die Teilnahme Südafrikas am Agoa, das den afrikanischen Ländern zollfreien Zugang zum US-Markt gewährt. Ramaphosa erklärte, dass Südafrikas Teilnahme am Agoa von den USA abhängt und dass das Land bestrebt ist zu zeigen, dass es nicht nur aus den USA importiert, sondern auch durch den Export von verschiedenen Waren wie Mineralien, Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Produkten einen Mehrwert schafft.
Er betonte, dass Südafrika auch weiterhin mit anderen Ländern auf der ganzen Welt zusammenarbeiten werde, um sich als guter Handelspartner zu präsentieren. Ramaphosa kritisierte die Aktivitäten der Afrikaner-Lobbygruppe AfriForum und der Gewerkschaft Solidarity als unpatriotisch und bezeichnete sie als „unpatriotisch“. Er betonte jedoch, dass es Sache der Strafverfolgungsbehörden sei, zu prüfen, ob dies hochverräterisch sei.