Alles verloren: Bewaffneter Kampf gescheitert
Ahmed Yousef hat die Hoffnung verloren, während er am Strand von Mawasi im südlichen Gaza Schutz sucht. Der Mann in seinen Siebzigern, einst eine Schlüsselfigur in der Hamas, hat den Glauben an die islamistische Bewegung verloren. Er beschuldigt seine ehemaligen Kameraden, die Zerstörung Gazas durch die israelische Armee durch den Start des terroristischen Angriffs am 7. Oktober beschleunigt zu haben. Mit 76 Jahren hat Yousef keinen Ort mehr, an den er gehen kann. Seine Heimatstadt Rafah wurde zerstört, und israelische Soldaten besetzen ihre Ruinen. Er lebt mit seiner Familie in einem Zelt in einem Lager für Vertriebene. Wir haben den Krieg verloren. Wir haben alles verloren. Der bewaffnete Kampf ist gescheitert“, sagte er bitter am Telefon. Seit dem 7. Oktober 2023 hat Israel ausländischen Medien den Zugang nach Gaza verwehrt.
Als ehemaliger Berater von Ismail Haniyeh, dem Premierminister für alle palästinensischen Gebiete von 2006 bis 2007 und allein für Gaza von 2007 bis 2014, verkörperte Yousef lange Zeit ein gemäßigteres Gesicht der Hamas und empfing Diplomaten und ausländische Journalisten während ihrer Besuche in Gaza in seinem Büro. Heute glaubt er, dass „Hamas einen schwerwiegenden Fehler begangen hat, indem sie den Angriff vom 7. Oktober 2023 durchgeführt hat. Sie gab [dem israelischen Premierminister Benjamin] Netanyahu die Rechtfertigung für diesen Krieg.“
Es handelt sich hierbei um Veröffentlichungen von der Tageszeitung Le Monde aus Frankreich. Wir haben diese lediglich übersetzt und umgeschrieben. Dies soll eine Möglichkeit der freien Willensbildung darstellen. Mehr über uns erfahrt Ihr auf „Über Uns“
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

