Die Auswirkungen der Blockade der Straße von Hormuz auf den globalen Öl- und LNG-Transport
Der Iran hat während eines Militärmanövers am Dienstag teilweise und vorübergehend die strategisch wichtige Straße von Hormus geschlossen und damit erneut das globale Interesse auf diese vitale Schifffahrtsroute gelenkt.
Die mehrstündige Sperrung war das erste Mal, dass Teheran den Verkehr durch die Straße eingeschränkt hatte, seit US-Präsident Donald Trump letzten Monat vor militärischen Maßnahmen wegen des iranischen Atomprogramms gewarnt hatte. Die Spannungen zwischen den beiden Seiten sind trotz der jüngsten bilateralen Gespräche in Genf weiterhin hoch.
In diesem Zusammenhang untersuchen wir die potenziellen Auswirkungen einer längeren oder umfassenderen Blockade.
Wo liegt die Straße von Hormus und warum ist sie so wichtig?
Die Straße von Hormus ist ein schmaler Seeweg, der den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet, mit dem Iran im Norden und den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman im Süden. Sie ist der einzige direkte Ausgang des Golfs zum offenen Meer und damit eine entscheidende Arterie für den globalen Handel.
Im vergangenen Jahr passierten durchschnittlich rund 13 Millionen Barrel Rohöl pro Tag die Straße – etwa 31 Prozent der globalen Seetransporte von Rohöl, so Daten der Marktforschungsfirma Kpler.
Der Wasserweg ist auch eine wichtige Route für verflüssigtes Erdgas (LNG), wobei etwa 20 Prozent der globalen LNG-Sendungen, hauptsächlich aus Katar, durch ihn hindurchgehen.
Wie hat der globale Ölmarkt reagiert?
Die globalen Ölpreise sind stetig gestiegen. Nach einem Anstieg von etwa 4,5 Prozent am Mittwoch legte Rohöl am Donnerstag weiter zu und erreichte ein Sechsmonatshoch.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

