Die Indus-Tal-Zivilisation ist wahrscheinlich nicht auf einmal verschwunden. Neue Forschungen deuten auf eine lange Reihe wiederholter Dürren hin, die eine der frühesten städtischen Gesellschaften der Welt langsam geschwächt haben könnten. Städte wie Mohenjo-Daro und Harappa, einst um zuverlässige Flüsse herum gebaut, scheinen gekämpft zu haben, als das Wasser schwerer zu finden wurde. Mit zunehmend schlechteren Bedingungen begannen die Menschen wegzuziehen, Siedlungen gingen zurück und das tägliche Leben wurde unsicher. Es ist beeindruckend zu erkennen, wie tiefgreifend etwas so Gewöhnliches wie Regenfälle das Schicksal einer ganzen Zivilisation prägen konnte. Die Forscher glauben, dass der Schaden über viele Jahrzehnte hinweg entstanden ist, wobei die frühen Veränderungen so allmählich waren, dass sie anfangs fast unbemerkt geblieben sein könnten.
Wie die Indus-Tal-Smart Cities am Fluss gebaut haben
Wie in der Studie von ScienceDaily zitiert, mit dem Titel „Wissenschaftler haben endlich herausgefunden, warum die Indus-Tal-Zivilisation zusammengebrochen ist“, war das Indus-Tal, auch bekannt als die Harappan-Zivilisation, für seine Zeit hoch entwickelt. Städte waren nicht nur Haufen von Ziegeln; sie hatten organisierte Straßen, komplexe Entwässerungs- und Wassermanagementsysteme. Experten sagen, dass die Gesellschaft Handelsverbindungen bis nach Mesopotamien hatte. Sie entwickelten sogar eine Schrift, die wir heute jedoch nicht lesen können. Aber das Leben war nie ganz reibungslos. Selbst mit all dieser cleveren Technik war die Zivilisation immer noch stark auf den Indus-Fluss angewiesen. Als sich der Flusslauf änderte, begann das gesamte System zu wanken. Experten weisen darauf hin, dass Klimaverschiebungen, insbesondere Regenmuster, das Gebiet möglicherweise langsam unattraktiver gemacht haben.
Wie lange haben Dürren das Indus-Tal langsam zerstört
Wissenschaftler, die dies untersucht haben, verwendeten Computerklimasimulationen, die Tausende von Jahren umspannen. Diese Simulationen zeigen angeblich einen stetigen Rückgang der Niederschläge zwischen 5.000 und 3.000 Jahren. Einige Dürren dauerten anscheinend mehr als 85 Jahre am Stück. Das ist eine lange Zeit ohne zuverlässiges Wasser. Es scheint, dass die Menschen im Laufe der Dürren näher an verbleibende Wasserquellen gezogen sind. Schließlich konnten selbst diese Gebiete keine großen Bevölkerungen mehr erhalten. Städte begannen sich zu leeren. Eine besonders lange Dürre vor etwa 3.500 Jahren soll mit der weit verbreiteten Aufgabe großer Stätten zusammenfallen. Archäologen sehen dies als den Moment, in dem die Zivilisation wirklich begann, sich aufzulösen.
Stein und Schlamm erzählen die Geschichte der Dürren
Um die Modelle zu überprüfen, untersuchten Forscher Stalaktiten und Stalagmiten in regionalen Höhlen. Wenn das Wachstum langsamer wird, bedeutet das normalerweise weniger Niederschlag. Sie überprüften auch Seesedimente. Beides scheint den Simulationen ziemlich gut zu entsprechen. Es ist, als ob die Umwelt in Stein und Schlamm ein Tagebuch hinterlassen hätte, das genau zeigt, was passiert ist. Nick Scroxton, ein Klimawissenschaftler, soll gesagt haben, dass diese Arbeit dazu beiträgt zu erklären, wie sich verändernde Niederschläge auf städtische Siedlungen und Landwirtschaft ausgewirkt haben. Liviu Giosan, ein Geowissenschaftler, nannte die Studie „einen bedeutenden Schritt“ im Verständnis des Hydroklimas in alten Zivilisationen. Es scheint, als ob die Wissenschaftler mit ihrer Überprüfung zufrieden waren.