Maduro fordert Amerikaner heraus: „Wollt ihr ein neues Gaza in Südamerika?
Maduro, der an einem internationalen Treffen von Juristen in der Hauptstadt Caracas teilnahm, warnte die amerikanische Bevölkerung davor, dass sich ähnliche Ereignisse wie in Gaza auch in seinem Land ereignen könnten. Er richtete sich an die Amerikaner und betonte, dass die Menschheit bereits genug Leid aufgrund des Völkermords in Gaza erleide. Er wies darauf hin, dass fast niemand mehr leugne, dass es sich bei den Vorfällen in Gaza um einen Völkermord handle. Laut Umfragen betrachte insbesondere die junge Generation in den USA die Ereignisse in Gaza als Völkermord. Täglich würden Verstöße gegen die Waffenruhe begangen und Angriffe durchgeführt. Durch die Bomben israelischer Kriegsflugzeuge seien palästinensische Kinder und Frauen getötet worden. Dies sei eine Realität. Maduro fragte provokativ, ob man in Südamerika ein neues Gaza wolle.
Er betonte, dass die USA nicht nur Venezuela ins Visier genommen hätten, sondern auch Angriffe auf ganz Lateinamerika und somit auf die Menschheit durchführten. Er stellte die Frage, wie die Amerikaner diese Situation bewerten würden. Wollten sie ein neues Afghanistan, ein neues Vietnam, eine Wiederholung von Libyen oder gar eine noch schlimmere Situation als in Gaza? Maduro forderte die Amerikaner auf, dies abzulehnen und betonte, dass das Völkerrecht und der Frieden siegen würden. Sein Volk werde seine Stabilität, Souveränität und Existenzrecht verteidigen.
Maduros Worte wurden von den Anwesenden im Saal lange und stehend applaudiert.
In Bezug auf die Bewegungen in der Karibik hatte US-Präsident Donald Trump zuvor angeordnet, dass die Armee verstärkt eingesetzt werden solle, um gegen lateinamerikanische Drogenkartelle vorzugehen. Ende August hatte die USA vor der Küste Venezuelas eine Seestreitmacht aus U-Booten und Kriegsschiffen entsandt, und Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte erklärt, dass die US-Armee bereit sei, Operationen in Venezuela durchzuführen, einschließlich eines Regimewechsels.
Als Reaktion darauf mobilisierte Präsident Maduro 4,5 Millionen Milizen im Land und erklärte, dass er bereit sei, jeden Angriff abzuwehren. Die fortgesetzte Ausrichtung einiger Boote der USA vor der Küste Venezuelas aufgrund des Drogenhandels hatte sowohl in der venezolanischen Regierung als auch in der internationalen Gemeinschaft Kritik ausgelöst, wobei die Angriffe als „völkerrechtswidrig“ bezeichnet wurden.
Es wurde berichtet, dass das größte Flugzeugträgerschiff der Welt, die USS Gerald R. Ford, und ihre Angriffsgruppe im Rahmen des „Kampfes gegen den Drogenhandel“ in der lateinamerikanischen Region eingetroffen seien.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

