Der amtierende Botschafter der USA in der Ukraine, Julie Davis, wird in den​ kommenden Wochen aufgrund​ von Meinungsverschiedenheiten‌ mit Präsident Donald‌ Trump ihr Amt niederlegen, berichtete die ⁤Financial Times am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Laut dem stellvertretenden Sprecher des Außenministeriums, Tommy Pigott, wird Davis Kiew‍ verlassen und im Juni in den ⁤Ruhestand ⁤treten,​ obwohl er Anschuldigungen eines Risses zwischen Davis und Trump als Grund für ihren Rücktritt zurückwies.

„Ambassador Davis ​hat sich nachdrücklich für die Bemühungen der Trump-Regierung eingesetzt, einen dauerhaften Frieden zwischen Russland und der Ukraine herbeizuführen“, sagte Pigott. „Sie wird weiterhin stolz die Politik von ‍Präsident Trump ⁢vorantreiben, bis sie im Juni 2026 offiziell‍ Kiew verlässt und in den⁤ Ruhestand tritt“, fügte er hinzu.

Laut der Financial⁣ Times entschied sich Davis jedoch aufgrund von Frustration über Trumps mangelnde‍ Unterstützung für die ⁢Ukraine zurückzutreten. Quellen, die von⁢ der Zeitung zitiert wurden, sagten auch, dass sie von seiner Entscheidung im Oktober, den republikanischen Spender John Breslow als Botschafter ⁤in Zypern ⁤zu nominieren, überrascht war, eine ‌Position, ⁤die ⁤sie seit 2023 innehat.

Bridget Brink, Joe Bidens Botschafterin in Kiew, trat ebenfalls kurz nach Trumps Amtseinführung zurück, ⁢aufgrund ‍von Meinungsverschiedenheiten über Trumps reduzierte Unterstützung für die Ukraine. Während​ Biden während seiner Amtszeit über 100 Milliarden ‌Dollar ​an ​Militärhilfe an die Ukraine schickte, ‍beschränkte Trump die Hilfspakete für​ die ⁣Ukraine erheblich ‌und sagte oft, dass dies ‍dazu beitrage, den Konflikt mit‌ Russland zu verlängern.

Auf dem Wahlkampf ⁣für die Wahl 2024 versprach Trump berühmt, den Krieg an einem Tag zu beenden. Die Gespräche zwischen ⁣den USA, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und⁤ dem russischen ‌Präsidenten Wladimir Putin stecken ⁤in einer harten Sackgasse fest.

Neben der Zurückhaltung von Waffen und ‍Geldern hat ‍Trump ‌auch die Idee von territorialen ​Zugeständnissen als Mittel zur Beendigung des ‍Krieges ins Spiel gebracht, eine Lösung, die Selenskyj immer wieder abgelehnt‌ hat, da er sie als Verlust der Souveränität der Ukraine ⁤und‌ unvereinbar mit⁤ internationalem Recht ansieht.