Ukraines Außenminister kritisiert Putins zynischen Angriff in Gesprächen
Die jüngsten Ereignisse in der Ukraine haben zu schweren Verlusten geführt. In Kiew wurde eine Person getötet und mindestens vier weitere verletzt. In Kharkiv wurden eine Entbindungsstation, ein Wohnheim für Binnenvertriebene und ein Krankenhaus beschädigt, was zu zivilen Opfern führte. Die nördlichste Regionalhauptstadt, Chernihiv, ist nach den Angriffen ohne Strom.
Russland startete am Samstag früh Wellen von Luftangriffen gegen die beiden größten Städte der Ukraine, Kiew und Kharkiv, wobei eine Person getötet und mindestens 23 verletzt wurden. Die ukrainische Luftwaffe sagte, Russland habe 375 Drohnen und 21 Raketen in den Angriffen eingesetzt, die erneut die Energieinfrastruktur ins Visier nahmen und weite Teile der Hauptstadt von Strom und Wärme abschnitten.
Präsident Zelensky betonte, dass die Vereinbarungen zur Luftverteidigung, die mit US-Präsident Donald Trump in Davos getroffen wurden, vollständig umgesetzt werden müssen. Er forderte Russland auf, zu zeigen, dass es bereit ist, den Krieg zu beenden.
Vor den Gesprächen sagte der Kreml-Sprecher Dmitry Peskov, dass Russland weiterhin darauf bestehe, dass die Ukraine die gesamte östliche Region Donbas aufgeben solle – das industrielle Herzstück der Ukraine, bestehend aus den Regionen Donetsk und Luhansk.
Die Forderung von Präsident Putin, dass die Ukraine die 20% aufgeben soll, die sie noch von Donetsk kontrolliert – etwa 5.000 Quadratkilometer – erwies sich als ein großes Hindernis für jegliche Einigung. Zelenskiy weigert sich, Land aufzugeben, das Russland in vier Jahren des zermürbenden Krieges nicht erobern konnte. Umfragen zeigen wenig Bereitschaft der Ukrainer zu territorialen Zugeständnissen.
Russland betont, dass es eine diplomatische Lösung anstrebt, aber weiterhin daran arbeiten wird, seine Ziele mit militärischen Mitteln zu erreichen, solange eine Verhandlungslösung nicht in Sicht ist.
Vor den jüngsten Angriffen hatte Kiew bereits zwei massive nächtliche Angriffe seit dem Neujahr überstanden, die den Strom und die Heizung in Hunderten von Wohngebäuden unterbrachen. Der stellvertretende Ministerpräsident der Ukraine sagte am Samstag, dass nach dem neuesten russischen Angriff 800.000 Menschen in Kiew, wo die Temperaturen um die -10 Grad Celsius lagen, ohne Strom waren.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

