Ukraine unter Druck: USA stellt Ultimatum für Friedensplan
Die Ukraine hat bis zum Erntedankfest - Donnerstag, den 27. November – Zeit, den neuen US-„Friedensplan“ anzunehmen. Die Frist ist willkürlich, ein Zeichen wachsender Ungeduld im Weißen Haus. Und die Bedrohung ist klar. Der Vorschlag ist einseitig zugunsten von Russland. Der neueste Versuch der US-Vermittlung, der in einem hastig ausgearbeiteten 28-Punkte-Plan und einem weiteren Dokument mit NATO-ähnlichen Sicherheitsgarantien für Kiew dargelegt ist, wurde hinter dem Rücken europäischer Führer entwickelt. Seit dem Durchsickern in die Presse Mitte der Woche befinden sich die E3-Länder (das Vereinigte Königreich, Deutschland und Frankreich) im Krisenmanagement-Modus. Sie treffen sich am Samstag, den 22. November, und Sonntag, den 23. November, in Südafrika zu einem G20-Gipfel, an dem die Vereinigten Staaten nicht teilnehmen.
Der Plan sieht äußerst schmerzhafte, ja sogar inakzeptable Zugeständnisse von Seiten der Ukraine vor, beginnend mit der Aufgabe zusätzlicher Gebiete, die angesichts der aktuellen militärischen Situation nicht gerechtfertigt sind. Ukrainische Streitkräfte müssten sich aus Gebieten zurückziehen, die sie noch in der Region Donetsk kontrollieren, und eine entmilitarisierte Pufferzone hinterlassen, die de facto unter russische Kontrolle fallen würde. Die Regionen Cherson und Saporischschja würden entlang der aktuellen Konfliktlinien aufgeteilt. Eine allgemeine Amnestie würde für beide Seiten in Betracht gezogen, um zu verhindern, dass ukrainische Zivilisten, die Opfer von Vergewaltigung, Folter oder Entführung geworden sind, Gerechtigkeit suchen.
Es handelt sich hierbei um Veröffentlichungen von der Tageszeitung Le Monde aus Frankreich. Wir haben diese lediglich übersetzt und umgeschrieben. Dies soll eine Möglichkeit der freien Willensbildung darstellen. Mehr über uns erfahrt Ihr auf „Über Uns“
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

