Der jüngste Opfer des Bombenangriffs war laut dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF zweieinhalb Jahre alt. In einem Video war zu sehen, wie Rauch aus einem Apartmentblock in Kiew aufstieg, wo ein riesiges Loch im Dach klaffte. Der UN-Generalsekretär verurteilte die Angriffe und erklärte, dass das Zielen auf Zivilisten und zivile Infrastruktur gegen das Völkerrecht verstoße und sofort enden müsse. Er forderte eine Waffenruhe, die zu einem gerechten, umfassenden und nachhaltigen Frieden in der Ukraine führen solle.
Nachdem er das zerstörte Gebäude und seine Bewohner besucht hatte, betonte der UNICEF-Vertreter Munir Mammadzade gegenüber UN News, dass heute in der Ukraine nirgendwo sicher sei. Er verurteilte die „fortlaufenden Angriffe“ Russlands, die eine groß angelegte Invasion der Ukraine im Februar 2022 gestartet hatten. Die sinkenden Temperaturen stellen in Kiew und an der Front die größte Herausforderung dar, so der UNICEF-Senior-Beamte, der die Spender und Partner aufforderte, den Winterisierungsplan der UN-Agentur zu unterstützen.
Die Kinder des Landes bereiten sich darauf vor, wieder zur Schule zu gehen, während die Luftschutzsirenen weiterhin präsent sind und die Auswirkungen des Krieges auf die psychische Gesundheit vieler Kinder ernsthaft sind. Selbst wenn der Krieg heute enden würde, würde er für kommende Generationen fortbestehen, erklärte Mammadzade und wies auf plötzliche Stimmungsschwankungen und Gefühle der Hoffnungslosigkeit bei Kindern hin, die er in Frontgebieten wie Donezk, Sumy und Charkiw getroffen hat. Die UNICEF berichtete auch von einem beschädigten Kindergarten in den neuesten Angriffen. Der Generalsekretär forderte erneut eine Waffenruhe, die die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine vollständig wahren solle.