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Le Mond - Frankreich

Koreanische ‚Trostfrauen‘ kämpfen gegen US-Militär

Die Stimme ‍zitterte. Tränen zeichneten ⁣die Falten auf ihren Wangen nach und ihre Hände verkrampften sich. Eun-young (die, wie alle‌ Opfer, mit denen Le Monde sprach, ein Pseudonym ‌verwendete) weigerte sich, 50 Jahre später, den amerikanischen Soldaten in ‍Südkorea zu vergeben, die sie jahrelang ​missbrauchten, als ‌die grauhaarige Siebzigjährige in einer blassen rosa Bluse als ​“Trostfrau“ diente. „Ich möchte, dass sie sich entschuldigen. Ich möchte, dass sie mich für mein zerstörtes Leben entschädigen“, beharrte ‍sie von den Büros von Saewoomtuh, der Interessenvertretung für ⁣diese Frauen,⁣ mit Sitz in ⁣Pyeongtaek, nicht ‌weit von Seoul‍ entfernt.

Der Euphemismus ist bekannt. Der Begriff⁢ „Trostfrauen“ bezieht sich hauptsächlich ⁢auf ⁣koreanische‌ Frauen, die während des Zweiten ⁤Weltkriegs von den Japanern zur sexuellen Sklaverei gezwungen⁢ wurden. Er gilt auch für ⁤diejenigen, die ab ⁤den 1950er Jahren von amerikanischen Truppen ausgebeutet ⁣wurden. Im Gegensatz zur ersten Gruppe, die als ‌Opfer japanischer Unterdrückung auf Mitgefühl stieß,‌ wurden die Letzteren in Schande und Schweigen verbannt. In Südkorea war es ‌nicht akzeptabel, den amerikanischen Verbündeten zu kritisieren, der als Garant für‌ die Sicherheit des Landes angesehen wurde, insbesondere da‌ das System lange von der Komplizenschaft des Staates profitierte.

Am 8.‌ September 2025 reichten dennoch 117 ehemalige südkoreanische ⁤“Trostfrauen“ ⁤eine Klage gegen das⁤ US-Militär ein, ein Novum für ein Land, das immer noch amerikanische Stützpunkte⁤ beherbergt – ⁣derzeit sind es 73. Das Datum wurde nicht zufällig ‌gewählt. An diesem Tag landeten vor 80 Jahren die ersten GIs auf einer von der japanischen ‍Herrschaft befreiten Halbinsel (1910-1945).

Die Klägerinnen fordern jeweils 10 Millionen ‌Won (5.800 €). Das ist eine geringe Summe für Leben, die durch ⁣die tägliche Gewalt im kijichon zerschmettert wurden. Diese sogenannten „Garnisonsdörfer“ wurden in der Nähe von Militärbasen für das Vergnügen der amerikanischen Soldaten eingerichtet, die ⁣Clubs und Bordelle mit grauen Fassaden​ verbanden, die bei Einbruch der Nacht vom Schein verlockender ⁢Neonlichter erhellt wurden.

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Team

Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.

Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

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Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen. Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.