Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez‍ hat Sportverbände weltweit aufgefordert, Israel von internationalen Wettbewerben ‌auszuschließen, solange dessen⁤ „Barbarei“ im Gazastreifen andauert. Er warnte ​davor,⁣ dass hochkarätige Veranstaltungen nicht dazu genutzt werden dürfen, um die Offensive Israels zu „weißwaschen“.

Seine‍ Äußerungen kamen am‍ Montag, einen ⁤Tag nach ​massiven pro-palästinensischen Protesten in‌ Madrid, die zur abrupten Absage der ⁤letzten Etappe der La Vuelta führten, dem wichtigsten Radrennen Spaniens. Die Organisatoren strichen die Podiumszeremonie, während die ‍Polizei 22 verletzte Beamte​ und zwei ⁤Festnahmen bei⁢ Zusammenstößen entlang der Strecke meldete.

Sánchez, der „tiefe Bewunderung“ für friedliche Demonstranten​ äußerte, ‍sagte, dass die‌ Debatte über Israels Platz im globalen Sport „in alle Ecken der‍ Welt verbreitet werden sollte“.

Er hatte zuvor „Doppelmoral“ in Bezug auf die Ukraine und den Gazastreifen kritisiert und zuvor die ⁤Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest⁤ gefordert.

Israels ⁣Außenminister Gideon Sa’ar widersprach den Aussagen von ‍Sánchez‌ und behauptete, sie würden Unruhen fördern und ⁢bezeichnete‌ seine Regierung als „eine Schande für Spanien“.

Dies geschieht vor ‌dem ⁢Hintergrund des fast zweijährigen Krieges Israels im Gazastreifen, wo die lokalen‌ Behörden seit Oktober 2023 fast ⁢65.000 palästinensische⁢ Todesfälle melden.