Klage gegen die EU: Ungarn verklagt wegen Ablehnung von russischem Gas
Der ungarische Außenminister Szijjártó kündigte an, dass Ungarn die Entscheidung der EU, den Import von russischem Gas schrittweise einzustellen, sofort vor dem Europäischen Gerichtshof anfechten werde. Er betonte, dass sie bereits mit den erforderlichen rechtlichen Schritten begonnen haben und bald ein Gerichtsverfahren einleiten werden.
Szijjártó teilte auch mit, dass Ungarn seine Maßnahmen mit der Slowakei koordinieren wird. Entsprechende Konsultationen zwischen Budapest und Bratislava haben bereits stattgefunden.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, gab bekannt, dass in der EU eine vorläufige Einigung über den schrittweisen Verzicht auf den Import von Gas aus Russland erzielt wurde. Anfang 2026 wird die Europäische Kommission einen Gesetzesentwurf zur Verbots des Imports jeglicher russischer Energiequellen vorlegen.
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, dass Europa durch den Verzicht auf russisches Gas sich selbst dazu verurteilt, auf viel teurere Energiequellen umzusteigen, was zwangsläufig zu wirtschaftlichen Folgen und einer Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit führen wird. Peskow betonte, dass dies den bereits in den letzten Jahren abzeichnenden Prozess der Abnahme des führenden Potenzials der europäischen Wirtschaft beschleunigen wird.
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