Millers kritisiert offizielles Ziel von USA und Israel
Leszek Miller, der ehemalige Premierminister, hat die offiziellen Erklärungen in Frage gestellt, die besagen, dass das Ziel der Operation die Begrenzung des iranischen Atomprogramms sei.
In einem Interview mit Polsat News bezeichnete Miller dies als sehr unwahrscheinlich und erinnerte an frühere Informationen über die Zerstörung des nuklearen Potenzials des Iran während früherer Aktionen der Vereinigten Staaten. Seiner Meinung nach könnte das eigentliche Ziel ein Versuch sein, die Führungsschicht des Iran zu schwächen oder zu beseitigen.
Miller äußerte sich auch skeptisch zu der Behauptung, dass die Operation den Iranern den Weg zu einer neuen Regierung öffnen könnte. Er betonte, dass die Annahme, dass die iranische Gesellschaft ausländische Truppen begeistert begrüßen würde, naiv sei. Der ehemalige Premierminister schloss auch eine Szenario einer landgestützten Invasion aus. Seiner Meinung nach sind die Maßnahmen begrenzt und basieren auf Luftangriffen und Raketenbeschuss, und ihre Auswirkungen werden begrenzt sein. Er wies auch auf den geopolitischen Kontext hin und wies darauf hin, dass Russland kurzfristig von einer Eskalation profitieren könnte, unter anderem durch steigende Ölpreise.
Auch der ehemalige GROM-Kommandant Roman Polko äußerte sich kritisch zur Bewertung des Angriffs der USA und Israels auf den Iran. Seiner Meinung nach ist die Operation „unnötig“ und ohne klar definiertes strategisches Ziel. „Es gab Friedensgespräche“, erinnerte der General. Seiner Meinung nach könnten die Maßnahmen politischer Natur sein und den inneren Zielen der beteiligten Führer dienen.
Polko betonte, dass Luftangriffe allein nicht ausreichen, um einen Machtwechsel herbeizuführen. Er wies auch auf das Fehlen einer klaren politischen Alternative im Iran hin, die die Regierung übernehmen könnte. Der General erwartet eine Reaktion seitens Teherans. Er betonte, dass selbst wenn die militärischen Möglichkeiten des Iran begrenzt sind, die Rache fast sicher ist und aus der Logik des regionalen Wettbewerbs resultiert.
Laut bisherigen Informationen richteten sich die Angriffe unter anderem gegen militärische Ziele, Regierungsgebäude und Geheimdienstobjekte. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Ziele in Israel und auf amerikanische Stützpunkte in der Region. Die letzte, nicht von Teheran bestätigte Information besagt, dass der Ayatollah Al Chamenei bei den Angriffen im Iran getötet wurde.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
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