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Zurück in die „Hölle“: Ein Helfer erlebt das zerstörte Gaza

Die Senior Communications ⁣Officer des ​UN-Flüchtlingshilfswerks UNRWA, Frau ‌Wateridge, kehrte⁢ Stunden nach ihrer Rückkehr in das zerstörte Enklave Gaza zurück und berichtete ‌von den schrecklichen Zuständen​ vor Ort. Sie beschrieb Gaza als Hölle auf⁣ Erden,⁤ in⁢ der die Menschen unter extremen Bedingungen leben, mit Müllbergen ​überall und improvisierten Unterkünften aus Plastikplanen.

Nach ihrer Ankunft durch den Grenzübergang Kerem Shalom im südlichsten⁢ Teil von Gaza ⁤berichtete Frau Wateridge, dass die nahe gelegene Stadt Rafah⁣ zerstört ​war. ⁣Die Stadt war während ihres ersten Einsatzes im Mai ihre Basis, als israelische Streitkräfte⁤ den ​wichtigen Grenzübergang eroberten⁤ und die⁢ Hilfslieferungen nach Gaza ​weiter erschwerten.

Auf ihrer Reise von Süden nach Zentral-Gaza sah die Hilfsarbeiterin desolate Häuser, ‍die als Notunterkünfte dienten. Viele Familien lebten in den zerstörten Gebäuden, die nur noch ein Skelett ‌darstellten, und versuchten, sich mit improvisierten Materialien vor den Elementen zu schützen.

Frau Wateridge bestätigte Berichte über Gesetzlosigkeit‌ und​ Plünderungen nach​ neun Monaten intensiver israelischer Bombardierungen, die das normale ‍Leben in‌ Gaza auf den Kopf gestellt haben. Sie berichtete von bewaffneten Männern, die Hilfslieferungen plünderten und von einer Atmosphäre der Gesetzlosigkeit auf den Straßen.

Die UN-Mitarbeiterin beschrieb die ⁤Zerstörung von UN-Einrichtungen entlang der Route von Kerem Shalom nach​ Khan Younis, Deir al Balah und darüber hinaus.⁢ Jede⁢ UNWRA-Einrichtung war schwer beschädigt oder sogar⁢ zerstört, was zeigt, wie stark die ‌humanitäre⁣ Situation in Gaza beeinträchtigt ist.

Seit⁢ Anfang 2024 wurde nur 14 Prozent des üblichen⁣ Treibstoffs, der monatlich nach ‍Gaza gelangte, in das​ Gebiet‌ gelassen. Dies hat ​die‌ humanitären Operationen weiter erschwert, da es an Treibstoff für die Fahrzeuge fehlt, um Hilfsgüter zu ⁢transportieren.

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Zusätzlich zu diesen‍ Herausforderungen stehen die UNRWA-Mitarbeiter vor​ eigenen⁢ Problemen. Viele von ihnen sind traumatisiert und haben alles verloren, nachdem​ sie aus ihren Heimatorten vertrieben wurden. Die Situation vor Ort ‍ist weiterhin prekär, da selbst‍ die UN-Organisationen Schwierigkeiten haben, genügend Treibstoff für ⁤ihre Fahrzeuge zu beschaffen.