Polen kämpft gegen hohe Preise: Regierung unter Druck
Das neueste Forschungsergebnis des landesweiten Ariadna-Forschungspanels für Wirtualna Polska zeigt deutlich: Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass der Staat den Kampf gegen die Inflation nicht bewältigt und der Druck auf die Regierung rapide zunimmt.
Die steigenden Strompreise sind zu einem der größten Imageprobleme für die Regierung geworden. Laut der Studie gibt es praktisch keinen Optimismus der Polen in dieser Angelegenheit, und viele Bürger fühlen sich den steigenden Lebenshaltungskosten allein gelassen. Über die Hälfte der Befragten, nämlich 52 Prozent, ist der Meinung, dass die aktuellen Schutzmechanismen unzureichend sind. Besonders besorgniserregend für die Regierenden ist, dass ganze 27 Prozent der Befragten „definitiv nicht“ geantwortet haben. Nur 22 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass der Staat sie auf zufriedenstellende Weise schützt.
Gleichzeitig sind ganze 26 Prozent der Befragten nicht in der Lage, die Maßnahmen der Regierung eindeutig zu bewerten. Die Gesellschaft macht nicht nur eine einzige Partei für die schlechte wirtschaftliche Lage ihrer Haushalte verantwortlich, sondern identifiziert mehrere Hauptverantwortliche. Am häufigsten werden genannt: die aktuelle Regierung – 21 Prozent, die Klimapolitik der Europäischen Union – 19 Prozent, sowie das Versäumnis der vorherigen Regierung – 18 Prozent. Weitere Plätze belegten die Margen der Energieunternehmen (14 Prozent) sowie die internationale Lage, einschließlich Krieg und globale Märkte (7 Prozent). Die Ergebnisse legen nahe, dass das Vertrauen in die aktuelle Regierung in wirtschaftlichen Angelegenheiten langsam schwindet.
Die stärkste Botschaft kommt jedoch aus der Frage nach der Zukunft. Die Polen wollen keine Schuldzuweisungen mehr – sie wollen konkrete Lösungen. Ganze 78 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Regierung aktiver handeln sollte, um die Energiepreise für Haushalte zu senken. Besonders aussagekräftig ist, dass fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) „definitiv ja“ geantwortet hat. Nur 6 Prozent der Gesellschaft sind anderer Meinung.
Die Studie wurde für Wirtualna Polska im landesweiten Ariadna-Forschungspanel in den Tagen vom 30. Januar bis 1. Februar 2026 durchgeführt. Methode: CAWI (Online-Umfragen), repräsentative landesweite Stichprobe n=1090 Personen.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

