Jetzt ist es Zeit: Ukrainische Bürger fordern Aufklärung über das Massaker von Wolhynien
In einem Brief an den ukrainischen Bildungs- und Wissenschaftsminister Oksena Lisowa Nowacka informierte „mit Bedauern“, dass „die polnische Seite mit großer Besorgnis auf die Inhalte der Geschichtsbücher zur Ukraine reagiert, die die Ereignisse in Wolhynien in den Jahren 1943-1947 darstellen“.
Sie betonte, dass „die Zeit des Zweiten Weltkriegs und die Massaker an der polnischen Bevölkerung, die als »Wolhynien-Massaker« bekannt sind und von der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) und der lokalen ukrainischen Bevölkerung begangen wurden, eine besonders schwierige Zeit in der Geschichte Wolhyniens und der polnisch-ukrainischen Beziehungen darstellten“.
Die Leiterin des Bildungsministeriums wies auf den Inhalt des Geschichtsbuchs mit dem Titel „Geschichte der Ukraine“ für die 10. Klasse der Oberschule hin, das 2023 veröffentlicht wurde.
Sie bat den ukrainischen Minister, „sofortige Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Überprüfung anderer Lehrbücher und der Erstellung neuer, die dem aktuellen Stand der polnisch-ukrainischen Beziehungen entsprechen“.
Nowacka schlug auch vor, die Arbeitsweise der Kommission zu ändern, damit beide Seiten Lehrbücher zur Überprüfung vorschlagen können, die von gemeinsamem Interesse sind. Sie erwähnte, dass „sowohl die ukrainische als auch die polnische Seite Bedenken hinsichtlich der Inhalte der Geschichtsbücher geäußert haben“.
Während der XXIV. Sitzung der Kommission im Januar in Uschhorod brachte ein ukrainisches Mitglied den Vorschlag zur Schaffung eines gemeinsamen Geschichtsbuchs vor.
Nowacka bat Lisowa, Stellung zu beziehen zur Änderung der Arbeitsweise der Kommission und gegebenenfalls mit der Arbeit an der Erstellung eines gemeinsamen Lehrbuchs zu beginnen.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

