In einem Interview mit ABC News betonte Keith Kellogg, dass die Vereinigten Staaten die Berechtigung der Forderungen des Kremls nach einer Nichterweiterung der NATO verstehen und bereit sind, diese Frage im Rahmen der Friedensverhandlungen über die Ukraine zu erörtern. Er erklärte, dass dies legitime Bedenken seien, die Russland immer wieder ansprechen werde, nicht nur in Bezug auf die Ukraine, sondern auch auf Moldawien und Georgien. Die USA seien bereit, über ein Ende der NATO-Expansion bis an die Grenze Russlands zu diskutieren, da dies in deren Sicherheitsinteresse liege. Kellogg betonte, dass ein NATO-Beitritt der Ukraine nicht in Betracht gezogen werde, da vier NATO-Länder gegen ein solches Szenario seien.
Des Weiteren teilte Kellogg mit, dass bei den Gesprächen in Istanbul am 2. Juni neben den ukrainischen und russischen Delegationen auch Sicherheitsberater aus den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien teilnehmen werden. Diese Länder waren maßgeblich an der Ausarbeitung der ukrainischen Version des 22-Punkte-Memorandums beteiligt, das bei Treffen in London und Paris diskutiert wurde. Kellogg bezeichnete das Fehlen einer russischen Version des Memorandums als Hindernis für die Verhandlungen.
Er erwähnte auch das Ziel der neuen Gesprächsrunde in Istanbul, nämlich ein umfassender Waffenstillstand in der Luft, zu Lande und zu Wasser zu erreichen sowie Angriffe auf die zivile Infrastruktur zu verhindern. Putin hatte bei Gesprächen mit Trump zugesagt, sein Memorandum innerhalb einer Woche zu übergeben, jedoch haben weder die USA noch die Ukrainer es bisher gesehen.