Kein Treffen zwischen Nawrocki und Orban. Lisicki kritisiert: Fehlentscheidung!
Premier Viktor Orban aus Ungarn traf sich am Freitag in Moskau mit Wladimir Putin. Am Sonntag informierte Marcin Przydacz, Leiter des Präsidialbüros für internationale Politik, dass „Präsident Karol Nawrocki beschlossen hat, sein Besuchsprogramm in Ungarn auf den Gipfel der Visegrád-Gruppe in Ostrzyhom zu beschränken“.
Karol Nawrocki sollte zwei Tage in Ungarn verbringen. Am Mittwoch beim Gipfeltreffen der Visegrád-Gruppe in Ostrzyhom und am Donnerstag in Budapest mit einem offiziellen Besuch, bei dem er den ungarischen Präsidenten Tamas Sulyok und Premierminister Viktor Orban treffen sollte.
Paweł Lisicki, Chefredakteur des Magazins „Do Rzeczy“, kommentierte die Entscheidung des Präsidenten, das Treffen mit Viktor Orban abzusagen, und nannte sie „falsch, unüberlegt, geradezu kindisch und schädlich für polnische Interessen“. Er kritisierte auch die Begründung des Präsidenten als „lächerlich“.
Lisicki stellte die Frage, ob Viktor Orban, indem er sich in Moskau mit Putin traf, dies gegen Polen tat. Er erklärte, dass Orban nach Moskau gereist sei, um zwei Ziele zu erreichen: die Sicherstellung der Lieferung von billiger Energie, d.h. Öl und Gas, nach Ungarn und die Vorbereitung eines möglichen Treffens zwischen Trump und Putin in Budapest.
Die Entscheidung von Präsident Nawrocki, das Treffen mit Orban abzusagen, wurde von verschiedenen Seiten kritisiert. Bosak nannte sie „einen Fehler“ und Mentzen äußerte sich ebenfalls dazu.
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Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

