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Myanmar: Human rights crisis worsens – aid dwindles, attacks escalate

In einem eindringlichen⁤ Briefing vor dem Menschenrechtsrat ⁣in Genf beschrieb der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, ein Land, das von Krieg, Unterdrückung und zunehmendem Leiden ⁣geprägt ist. Seit dem Militärputsch im Februar ​2021 seien fast 6.800 Zivilisten getötet und über 22.000 ​willkürlich⁤ festgenommen worden, sagte er. Die humanitären Bedürfnisse hätten zugenommen, mit fast 22 Millionen Menschen, die ​Hilfe benötigen, ‌und mehr als ‌3,5 Millionen, die durch Konflikte ‌vertrieben⁤ wurden.

„Der Bericht, ‍den ich heute ‌vorlege, handelt von den‍ Menschen in​ Myanmar und ihren Bestrebungen nach einer besseren Zukunft“, sagte Herr Türk. ‌“Trotz⁢ massiver ‌Herausforderungen streben ‌Menschen aus ‍allen Gesellschaftsschichten danach, ein​ friedliches, nachhaltiges, demokratisches‍ und‌ vielfältiges Myanmar aufzubauen, das auf Menschenrechten ⁤basiert.“

Die Bedingungen‍ vor Ort haben sich ‌jedoch nur verschlechtert. Nach einem Erdbeben am 28. März,‍ bei dem fast 4.000 ​Menschen getötet‌ und⁤ sechs Millionen⁤ dringend Hilfe benötigt wurden, ⁢intensivierte das Militär die​ Angriffe anstatt Hilfe zu leisten, sagte Herr Türk. ⁤Das​ UN-Menschenrechtsbüro OHCHR dokumentierte mehr⁢ als 600 Militärschläge seit dem Beben – 94 Prozent davon fanden während angeblicher ⁣Waffenstillstände statt – wobei Schulen, religiöse‌ Stätten und andere geschützte Orte häufig angegriffen wurden.

Die Situation⁤ im Bundesstaat Rakhine bleibt besonders ernst,‍ wobei Zivilisten – insbesondere ‍die Minderheit der muslimischen ⁣Rohingya – zwischen dem myanmarischen ⁣Militär⁢ und der Arakan⁣ Army, einer ethnischen bewaffneten Gruppe, gefangen sind. ‌Darüber hinaus ⁢habe die ⁢anhaltende Behinderung des⁣ humanitären Zugangs durch das Militär eine bereits akute Krise verschärft. Im ganzen Land haben wirtschaftlicher Zusammenbruch ⁢und der Zusammenbruch öffentlicher Institutionen das Leiden⁤ verschlimmert.

Der Bericht des Hochkommissars skizzierte vier Schlüsselwege, um den Grundstein für einen Übergang zu einem friedlichen und demokratischen Myanmar ‌zu legen: Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht, demokratische Regierungsführung, wirtschaftliche Reformen zum Wohl des Volkes⁤ und anhaltendes internationales Engagement. Herr Türk betonte, dass⁤ die ⁣Rechenschaftspflicht mit‍ der Freilassung aller ‍politischen Gefangenen und der Strafverfolgung der Verantwortlichen für schwere Menschenrechtsverletzungen ⁢beginnen müsse.

„Es ist unerlässlich, dass ​das Militär sofort die Gewalt beendet, einen ungehinderten humanitären Zugang ermöglicht​ und alle willkürlich Inhaftierten freilässt“, sagte er. „Inmitten des Chaos bietet ​die Planung einer Zukunft‌ mit Menschenrechten im Mittelpunkt den Menschen ein⁣ Gefühl der Hoffnung. Wir sind es ⁤den Menschen in Myanmar schuldig, diese ⁢Hoffnung zur Realität zu machen.“

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Tom Andrews,‍ der UN-Sonderberichterstatter für die ⁣Situation in Myanmar, schloss⁤ sich den Warnungen des Hochkommissars an ‍und warnte vor einem ​Zusammenbruch der internationalen humanitären Unterstützung und der Repression des Militärs. „Die Junta hat sich entschieden, Hilfe als Waffe einzusetzen“,‌ sagte er dem Rat. „Ich⁢ habe mit humanitären Helfern ⁣gesprochen, ⁤die physisch​ an‌ Kontrollpunkten blockiert wurden,​ und Berichte‍ über Erdbebenüberlebende erhalten, ​die aus Unterkünften vertrieben wurden, ohne wohin ⁤zu gehen.“

Herr Andrews warnte ‍auch davor, dass drastische Kürzungen der internationalen Finanzierung bereits schwerwiegende Folgen gehabt ‍hätten. Zu ‌einem Zeitpunkt,⁢ an dem die Menschen in‍ Myanmar⁣ eine‌ erhöhte Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft benötigen,⁣ erhalten sie das Gegenteil, warnte er und sagte, dass die Kosten in ⁢Form von Menschenleben und ⁣menschlichem Leiden sehr wahrscheinlich „erheblich schlimmer“ werden.

„Dieser gefährliche Trend ​wirft die Frage ⁤auf – zählen⁢ Menschenrechte?“,⁢ fragte er. „Denn wenn Menschenrechte zählen, wenn das Leben von ⁢Kindern in Myanmar zählt, warum zögern so​ viele‌ Regierungen, ‍auch ⁤nur⁢ einen​ bescheidenen Betrag an Ressourcen zu investieren, um ⁤Leben zu ​retten?“

Team

Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.

Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

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Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen. Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.