Die Beschaffungspreise für Rohmilch in der Ukraine bleiben stabil, obwohl die​ Nachfrage sinkt⁤ und die Preise für an⁣ Börsen gehandelte Milchprodukte in Europa und​ den ⁤USA niedriger sind, berichten ​Analysten des Verbands der ⁢Milchproduzenten, ⁣UNN⁤ berichtet.

Laut dem Verband‌ der Milchproduzenten betrug der​ durchschnittliche Preis für Extra-Klasse-Milch am 20. September 17,45 UAH/kg ohne Mehrwertsteuer, was 10⁣ Kopeken ⁤mehr ist als ⁢im Vormonat. Die ​Preisspanne auf ⁤den Höfen variiert von ⁤17,00​ bis 18,20 UAH/kg ‍ohne Mehrwertsteuer, wobei die untere Grenze um ‌10 Kopeken und die obere Grenze um 40 Kopeken steigt.

Höherwertige Milch wird‍ im Durchschnitt zu 17,15 UAH/kg ohne Mehrwertsteuer (+10 Kopeken) gekauft, ‌mit einer ‌Spanne von 16,80-17,60 UAH/kg. Milch erster Klasse kostet im Durchschnitt 16,80 UAH/kg ohne Mehrwertsteuer, was 40 Kopeken mehr sind als Ende August. Die Mindest- und Höchstpreise lagen bei‍ 16,50 und 17,20 UAH/kg.

Heorhiy Kukhaleishvili, Analyst beim Verband der Milchproduzenten, stellt ‍fest, ​dass die ‍Rohmilchpreise aufgrund der reduzierten Nachfrage nach fertigen Milchprodukten und Rohmilch ⁣von Verarbeitern stabil bleiben. ⁢Unternehmen arbeiten für Lagerhäuser, beschränken Exporte in die‌ EU und postsowjetische Länder⁢ und sehen sich auch mit rückläufigen Verkäufen in Einzelhandelsketten und fallenden globalen Börsenpreisen konfrontiert.

Die Preise für⁣ Butter und ⁢Trockenmilch ⁢in Europa sinken, amerikanische Butter kostet etwa‍ 3,5 Euro pro kg, was fast ⁢die ⁣Hälfte des Preises des europäischen ⁤Produkts entspricht. Neue Handelsabkommen zwischen den USA und der EU ermöglichen ⁣es den Europäern,⁢ jährlich bis zu 20.000 Tonnen amerikanische Milchprodukte ⁣zollfrei zu erwerben, was zusätzlichen​ Druck auf lokale Produzenten ausübt.⁤ Für ukrainische Unternehmen mit veralteten materiell-technischen Basen ist ‌der Wettbewerb mit amerikanischen Produzenten besonders ‌schwierig.

Die Zunahme der Rohmilchproduktion sowohl in der Ukraine als⁢ auch in Europa⁣ dämpft die Beschaffungspreise ‍weiter. Im Winter ist ⁣jedoch ⁤ein gewisser Rückgang ⁣der Milchproduktion und ⁢eine Zunahme der inländischen ‌Nachfrage​ nach frischen Milchprodukten möglich, was die Preise stabilisieren oder ‌leicht erhöhen könnte. Aufgrund der geringen Nachfrage und der fallenden Börsenpreise wird jedoch kein schneller‌ Anstieg der Beschaffungspreise ‍erwartet.