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Hürriyet - Türkei

Mehr als 20 Prozent der Deutschen sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

Die Ergebnisse der vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden durchgeführten Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen in der Europäischen Union wurden bekannt gegeben.

Der Studie zufolge sind im Jahr 2023 in Deutschland 17,7 Millionen Menschen, das sind 21,2 Prozent der Bevölkerung, von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

Es wurde festgestellt, dass sich diese Daten im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert haben.

Die Daten wurden unter Berücksichtigung der Armutsdefinition der Europäischen Union berechnet.

Die Studie ergab, dass 14,3 Prozent der Bevölkerung, also fast 12 Millionen Menschen, im Jahr 2023 von Armut bedroht sind. Das bedeutet, dass jeder siebte Mensch im Land von Armut bedroht ist.

Daten schlechter als 2022

Im Jahr 2022 waren 14,8 Prozent von Armut bedroht.

Von erheblicher materieller und sozialer Entbehrung waren 6,9 Prozent der Bevölkerung betroffen, d.h. 5,7 Millionen Menschen. Im Jahr 2022 lag diese Zahl bei 6,2 Prozent.

Die von Armut Betroffenen waren nicht in der Lage, ihre Miete zu bezahlen, sich eine Woche Urlaub zu leisten oder auch nur einmal im Monat essen zu gehen.

9,8 Prozent der Bevölkerung unter 65 Jahren, d.h. 6,2 Millionen Menschen, leben in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung. Im Jahr 2022 lag diese Zahl bei 9,8 Prozent.

Bei der Berechnung der Ergebnisse der Untersuchung wurde festgestellt, dass jeder, der über weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verfügt, als armutsgefährdet gilt.

Im Jahr 2023 wird diese Zahl auf 1310 Euro netto pro Monat für Alleinstehende und 2751 Euro netto pro Monat für zwei Erwachsene mit zwei kleinen Kindern berechnet.

Die Wirtschaft in Deutschland

Deutschland, die größte europäische Volkswirtschaft, schrumpfte 2023 zum ersten Mal seit der Pandemie aufgrund der hohen Inflation.

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Die Inflation in Deutschland liegt bei 2,2 Prozent.

Die stark exportabhängigen deutschen Hersteller waren von den steigenden Energiepreisen nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine besonders stark betroffen.

Die größte europäische Volkswirtschaft wurde nicht nur durch die Anhebung der Zinssätze in der Eurozone durch die Europäische Zentralbank beeinträchtigt, sondern auch durch die Haushaltsunsicherheit und den chronischen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

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Es handelt sich hierbei um Veröffentlichungen von der Tageszeitung Hürriyet aus der Türkei. Wir haben diese lediglich übersetzt. Dies soll eine Möglichkeit der freien Willensbildung darstellen. Mehr über uns erfahrt Ihr auf „Über Uns“