Die zweite Runde der nuklearen Verhandlungen zwischen dem Iran​ und den USA, die durch den Vermittler ​Oman stattfinden, hat in‍ der Stadt Genf in der Schweiz begonnen. ⁢Laut dem iranischen Staatsfernsehen begannen indirekte Gespräche zwischen dem Iran und den USA mit dem Austausch von Botschaften⁣ unter der Vermittlung Omans in der ⁤Botschaft Omans in ⁣Genf.

Nachdem der diplomatische⁤ Prozess aufgrund der Angriffe Israels und der USA auf den Iran⁤ im Juni 2025 und des 12-tägigen Krieges unterbrochen wurde, haben‍ die Parteien die Gespräche nach dem ersten Treffen in ⁢Maskat⁤ nach ‌Europa verlagert. In Genf wird⁤ die iranische Delegation von Außenminister Abbas Erakçi geleitet, ⁢während die USA von Steve Witkoff, dem Sonderbeauftragten von US-Präsident Donald‍ Trump für den Nahen Osten, vertreten werden.

Die⁣ Verhandlungen werden unter der Koordination des⁤ omanischen Außenministers Bedr bin Hamed el-Busaidi geführt. Das iranische Außenministerium gab bekannt, dass technische, rechtliche​ und ⁣wirtschaftliche Experten Teil der iranischen Verhandlungsdelegation in diesem Stadium‌ der Verhandlungen sind und ⁣sich auf die Aufhebung‍ der wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran konzentrieren.

Themen wie die Anreicherung von Uran und die Ausfuhr von hochangereichertem⁤ Uran aus dem Iran bleiben weiterhin die ‌Hauptstreitpunkte zwischen ‍den Parteien. ⁤Der Iran ​fordert die Aufhebung der Sanktionen‍ im Gegenzug für die Fortführung seines Atomprogramms unter Einschränkungen,‍ die die Produktion von Atomwaffen⁢ verhindern. Die USA hingegen ⁢fordern, dass der Iran seine Urananreicherungsaktivitäten vollständig einstellt und‍ der hochangereicherte Uranbestand des Iran außer Landes gebracht wird.

Während⁢ die Verhandlungen weiterhin auf dem ​nuklearen Programm basieren, drängt die‌ US-Regierung ⁢darauf, auch das Raketenprogramm des Iran und die Unterstützung bewaffneter‍ Gruppen​ in der ⁣Region zu diskutieren. Die israelische Regierung fordert ebenfalls, dass ‌die US-Regierung‌ die Beendigung des nuklearen Programms, die Begrenzung der Raketenkapazitäten und die Einstellung der Unterstützung ‌für bewaffnete Gruppen in Betracht zieht.

Trotz des‍ Verhandlungsprozesses setzt die USA ⁢weiterhin⁣ ihre⁤ militärische Präsenz in der Region fort, während das Revolutionsgardenkorps des ⁤Iran das Manöver gegen​ „Sicherheitsbedrohungen“ in der Straße‌ von Hormuz ​fortsetzt.

Die Frage, ob die Parteien ​in der zweiten​ Runde der Gespräche in Genf konkrete Fortschritte erzielen können, ist sowohl für die regionalen ⁣Sicherheitsbilanzen als ‌auch für die ⁤globalen ‍Energiemärkte von entscheidender Bedeutung.