Klimakrise gefährdet ältere Menschen durch extreme Hitze, warnt Unep – The Mail & Guardian
Die Warnung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) vor zunehmenden Gesundheitsrisiken für ältere Menschen aufgrund extremer Hitze im Zuge des Klimawandels ist alarmierend. Laut dem neuesten Bericht des UNEP werden Erwachsene im Alter von 65 Jahren und älter zu einer immer dominanteren Gruppe in Gesellschaften weltweit, insbesondere in Städten von Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen.
Der Bericht hebt auch andere Auswirkungen des Klimawandels hervor, darunter das Schmelzen von Gletschern, das alte Krankheitserreger wiederbelebt, und Überschwemmungen, die das Risiko der Freisetzung gefährlicher Chemikalien bergen, sowie potenzielle Lösungen für diese aufkommenden Umweltprobleme.
Ältere Menschen sind äußerst anfällig für extreme Wetterereignisse. Seit den 1990er Jahren ist eine geschätzte 85%ige Zunahme der jährlichen hitzebedingten Todesfälle älterer Menschen zu verzeichnen. Schlechte Luftqualität aufgrund extremer Wetterereignisse führt auch zu nachfolgenden Gesundheitsproblemen. Ebenso beeinträchtigen Überschwemmungen tiefliegende Küstenstädte, in denen viele ältere Menschen leben.
Die Welt wird auch zunehmend urbanisiert, wobei etwa 57% der Bevölkerung jetzt in Städten lebt. Bis 2050 wird erwartet, dass dieser Anteil auf 68% steigt. „Eine steigende Anzahl von Städten wird daher bald mit der neuen Realität zunehmend alternder städtischer Bewohner konfrontiert sein. Die Aufrechterhaltung von Gesundheit und Vitalität ist in jedem Alter entscheidend, und die Minimierung von Risikofaktoren für Krankheiten wird mit zunehmendem Alter noch wichtiger“, so der Bericht.
Die Risiken von Atemwegs-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie das erhöhte Sterberisiko werden besonders akut für gebrechliche Menschen mit eingeschränkter Mobilität und chronischen Gesundheitsproblemen. Luftverschmutzung und chemische Kontamination erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen, Demenz, Depressionen und Angstzuständen. Armut, überfüllte Städte und soziale Isolation erhöhen ebenfalls die Verletzlichkeit älterer Menschen.
Der Bericht empfiehlt, Städte in altersfreundliche, verschmutzungsfreie, widerstandsfähige, zugängliche Räume mit ausgedehnter Vegetation durch eine bessere Stadtplanung zu verwandeln. Investitionen in Wetterstationen zur Überwachung extremer Hitze sind entscheidend, um Leben zu schützen, während gemeindebasiertes Katastrophenrisikomanagement und der Zugang zu Informationen wichtige Ansätze sind, um ältere Menschen erfolgreich an den Klimawandel anzupassen.
Der Bericht folgt der Resolution 58/13 des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen zur Entwicklung eines „international rechtlich bindenden Instruments über die Menschenrechte älterer Menschen“.
Eine weitere aufkommende Bedrohung, die der Bericht anspricht, ist das Risiko alternder Staudämme. Er weist darauf hin, dass Staudämme neben vielen Vorteilen indigene und fischabhängige Gemeinschaften schädigen und Ökosysteme degradieren können. Es gibt weltweit etwa 62.000 große Staudämme und Millionen von kleineren Barrieren, die bis 2030 voraussichtlich Auswirkungen auf 90% des Flussvolumens der Welt haben werden. Große alternde Staudämme werden zunehmend in Europa und Nordamerika entfernt, sobald sie unsicher, veraltet oder wirtschaftlich unrentabel werden.
Die Einhaltung der Grundsätze der Vereinten Nationen für Initiativen zur Ökosystemwiederherstellung bei der Prüfung der Entfernung von Flussbarrieren ist entscheidend, so der Bericht.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

