Die Auswirkungen von wasserbezogenen ⁣Gefahren ​haben auch in diesem Jahr weiterhin verheerende Auswirkungen, ⁢so⁢ die Generalsekretärin der WMO, Celeste Saulo. Beispiele dafür sind ⁢die verheerenden Monsunfluten in Pakistan, Überschwemmungen im Südsudan und die tödlichen Sturzfluten auf der indonesischen Insel Bali. Leider ist kein Ende ⁣dieses Trends in Sicht.

Diese Notfälle ereignen sich vor dem Hintergrund zunehmend warmer Lufttemperaturen, die dazu führen, dass mehr Wasser in der Atmosphäre gehalten wird und zu stärkeren Niederschlägen führen.

Die Kommentare ⁤von Frau Saulo fielen mit der​ Veröffentlichung eines neuen WMO-Berichts über den Zustand der Weltgewässer, Schnee und Eis zusammen, der feststellt, dass 2024⁤ das​ heißeste Jahr in 175 Jahren Beobachtung war, wobei die jährliche mittlere Oberflächentemperatur 1,55 °C über dem vorindustriellen Basiswert von 1850 bis⁤ 1900 lag.

Im September 2024 erlebten Mitteleuropa und Osteuropa ‍verheerende​ Sturzfluten,⁤ die durch ⁣den tödlichen Sturm Boris ‍verursacht wurden und Zehntausende von Menschen vertrieben. Ähnliche Katastrophen werden wahrscheinlich häufiger auftreten,​ obwohl sie theoretisch extrem selten sein sollten.

Ein weiteres​ Beispiel für das zunehmend unvorhersehbare ⁢Verhalten des weltweiten Wasserkreislaufs ist der extrem starke Regenfall, der Teile ⁣von Himachal Pradesh oder Jammu und Kashmir betroffen hat. Die Region erlebte extrem starken Regen, als er nicht erwartet wurde, da der Monsun früh einsetzte. Dies verdeutlicht⁢ das zunehmende Unberechenbarkeit des Systems.

Der Bericht der WMO hebt auch die dringende Notwendigkeit ​einer verbesserten Datenfreigabe zu ⁢Flussabfluss, Grundwasser, Bodenfeuchte ⁢und Wasserqualität hervor, die nach wie vor ⁢stark unterbeobachtet bleiben.