Tausende Touristen in Dubai durch Krieg im Iran gestrandet
Am sechsten Tag eines fruchtlosen Wartens, am Donnerstag, dem 5. März, begannen die Nerven zu flattern. „Ja oder nein, wird uns überhaupt jemand antworten?“ rief ein sichtlich aufgeregter Mann, der mit der Faust auf den Empfangstresen in einem Turm im gehobenen Viertel Marina in Dubai schlug. Versammelt am Eingang des Gebäudes, in dem sich das französische Konsulat befindet, sind Touristen, die seit dem 28. Februar in den Vereinigten Arabischen Emiraten gestrandet sind – dem Tag, an dem US-israelische Operationen im Iran begannen und iranische Vergeltungsschläge die gesamte Nahostregion trafen – langsam ungeduldig.
Bisher haben zwei französische Regierungsflugzeuge 400 bis 500 als „verwundbar“ eingestufte Personen repatriiert. Aber seitdem ist nichts passiert. Am Donnerstagabend musste ein von Paris gecharterter Air France-Flug zur Rückführung französischer Staatsbürger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgrund von Raketenbeschuss „in der Gegend“ nach Ägypten zurückkehren. Für einige verstärkten die wiederholten Ankündigungen am Donnerstag über eine „sehr begrenzte“ Wiederaufnahme bestimmter Flüge, laut Emirates, der in Dubai ansässigen Fluggesellschaft, nur das Gefühl des Verlassenwerdens für diejenigen, die kein kostbares goldenes Ticket ergattern konnten. Ohne einen dieser Pässe haben die Behörden Besuchern davon abgeraten, ihr Glück am Flughafen zu versuchen, der dennoch der zweitgrößte der Welt in Bezug auf den Luftverkehr ist und einer der wichtigsten internationalen Drehkreuze.
Pariser Studentinnen in ihren späten Teenagern, Fiona, Farah und Jade, die wie alle anderen hier interviewten Personen nur ihre Vornamen nennen wollten, schworen, die Lobby des französischen Konsulats nicht ohne Lösung zu verlassen. „Hier gilt die Volljährigkeit mit 21 Jahren, also gelten wir als Minderjährige“, erklärten sie. Alle drei sollten Dubai nach einem kurzen Touristenaufenthalt verlassen und über Bahrain weiterfliegen, ein weiteres Golf-Land, das ins Chaos gestürzt wurde, dessen Luftraum gelähmt ist.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

