Kampf gegen FPV-Drohnen: Schrotflinten als letztes Mittel in der Ukraine
In der östlichen Ukraine raste ein weißer Ford-Pickup auf einer Schotterpiste durch die Region Dnipropetrowsk. Zwei Soldaten saßen nebeneinander auf der hinteren Plattform, den Rücken an die Fahrerkabine gelehnt. Einer von ihnen feuerte verzweifelt mit einer Schrotflinte auf eine Drohne, die das Fahrzeug verfolgte.
Acht Schüsse hallten in drei Sekunden wider. Zwei trafen ihr Ziel. Der Pickup hielt an. Die Drohne flog weiter, flog über den Pickup und landete etwas weiter entfernt. Es handelte sich nur um eine Übung; das eigentliche Ziel war nicht die Drohne selbst, sondern eine Attrappe einer FPV-Drohne (eine schwebende Munition), die an einem fünf Meter langen Kabel befestigt war.
Die drei Soldaten stiegen aus dem Pickup aus, um das Dummy-Ziel zu inspizieren und die Anzahl der Treffer zu zählen. Es handelte sich um kleine Löcher, die von den Kugeln einer Jagdpatrone stammten, der einzigen Art von Munition mit einer vernünftigen Chance, ein schnell fliegendes Objekt abzuschießen. Der Drohnenpilot und sein Assistent installierten eine neue, unbeschädigte Attrappe am Ende des Kabels. Ein anderer Schütze nahm auf der Pickup-Plattform Position ein, und das Manöver begann von Neuem.
„Wir können so viele Leben retten! Alle Truppen an der Front müssen dringend im Abschießen von Drohnen geschult werden“, forderte der Chef-Instrukteur Ihor Pouchkariov, der unter dem Pseudonym „Nojevik“ (Messer) bekannt ist. „90% unserer Verluste und Schäden an Ausrüstung werden durch feindliche Drohnen verursacht“, sagte der 53-jährige Soldat, der das Schulungsprogramm „Dronozid“ ins Leben gerufen hat.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

