Die Anordnung von Präsident Donald Trump zur Blockade der Straße von Hormuz hat den bereits minimalen Verkehr in der Region zum Erliegen gebracht, durch die zuvor 20% des weltweiten Öls und des verflüssigten Erdgases transportiert wurden. Laut Schiffsverfolgern versuchten nur 2 Schiffe aus dem Iran am Montag, die Region zu passieren, im Vergleich zu 4 am Vortag und bis zu 140 vor dem Konflikt.
Am Sonntag ordnete Präsident Trump die Blockade für Schiffe an, die letzte Woche die von Iran erhobene Gebühr bezahlt hatten. Anstatt die Passage gemäß dem vereinbarten Waffenstillstand wieder zu öffnen, legte Teheran eine Route fest, die angeblich Minen umgeht und durch seine Hoheitsgewässer führt.
Ein Tanker muss beispielsweise in Kryptowährungen 1 US-Dollar pro transportiertem Barrel Öl zahlen. Angesichts des Scheiterns der direkten Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran am Wochenende im Pakistan kündigte Trump die Blockade an. Die US-Marine unter dem Central Command der Streitkräfte sagte, sie werde Schiffe aus allen Ländern abfangen, die zu oder von iranischen Häfen fahren.
Am Montagmorgen erklärte die Marine in einer Mitteilung an die Schifffahrt, dass „die Blockade den neutralen Transit durch die Straße zu oder von nicht-iranischen Zielen nicht verhindern wird“. Trump sagte, dass er Unterstützung anderer Länder für seine Blockade haben werde, ohne sie zu benennen. Das Vereinigte Königreich und Frankreich werden sich treffen, um die Situation zu erörtern, aber der britische Premierminister Keir Starmer sagte erneut: „Dies ist nicht unser Krieg“ und wird nicht an Angriffsmissionen teilnehmen.
Die Marine von Teheran bezeichnete die Blockade als lächerlich und bekräftigte ihre illegale Route mit Mautgebühr. Die Verwirrung wird weiterhin getestet, da beide Seiten behaupten, im Vorteil zu sein. Die Kontrolle über Hormuz ist für Teheran im Konflikt von entscheidender Bedeutung, aufgrund der Auswirkungen auf die globalen Energiepreise.
Während sich das maritime Drama entfaltet, geht der Krieg an der libanesischen Front weiter, wo Israel den Kampf gegen die Hisbollah nicht in den Waffenstillstand aufgenommen hat. Am Montag gab es Bombenangriffe, bei denen mindestens neun Menschen im benachbarten Land getötet wurden, und die Streitkräfte von Binyamin Netanyahu kündigten an, die Stadt Bint Jbeil nahe der Grenze zu übernehmen.