Handel mit China mildert Auswirkungen von US-Zöllen, sagt Botschafter Wu Peng – The Mail & Guardian
China und Südafrika haben im Jahr 2024 einen bilateralen Handel von 34,18 Milliarden US-Dollar erreicht, wobei Südafrika Waren im Wert von 21,9 Milliarden US-Dollar aus China importierte und Waren im Wert von 12,2 Milliarden US-Dollar exportierte. Dies führte zu einem Handelsdefizit von 19,71 Milliarden US-Dollar. Seit 2000 haben Handelsdefizite zu einem Nettokapitalabfluss von 114,83 Milliarden US-Dollar von Südafrika nach China geführt. China’s Beziehungen zu Afrika insgesamt werden durch die Nachfrage nach Rohstoffen und den Zugang zu Märkten für seine hergestellten Waren angetrieben.
Der chinesische Botschafter Wu Peng betonte bei einem Seminar des South African Institute of International Affairs die Notwendigkeit einer Reform der Handelsbeziehungen. Er erklärte, dass der Übergang von einem ressourcenbasierten Handel zur Industrialisierung Zeit brauchen werde, um die Produktionskapazität Südafrikas zu stärken. Obwohl Südafrika Bedenken hinsichtlich des Handelsungleichgewichts mit China geäußert hat, betonte Präsident Cyril Ramaphosa die Notwendigkeit, das Handelsdefizit zu verringern und die Struktur des Handels anzugehen.
Wu hob Chinas Rolle bei der Minderung der Auswirkungen der 30%igen Gegenzölle der USA auf Südafrika hervor und forderte eine verstärkte Multilateralismus, um dem zunehmenden Protektionismus entgegenzuwirken. Er argumentierte, dass der Handel mit China nicht die Hauptursache für den Exportrückgang Südafrikas sei, sondern dass die Schließung mehrerer Raffinerien aufgrund der Stromkrise des Landes zu einem Preisanstieg geführt habe.
China ist seit 15 Jahren Südafrikas größter Handelspartner und Südafrika ist Chinas größter Partner in Afrika. Beide Länder arbeiten daran, die Handelsbeziehungen zu stärken und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen. Wu betonte die Bedeutung von 0% Zöllen für afrikanische Länder und die Bemühungen um eine win-win Zusammenarbeit.
Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, Technologietransfer und -kooperation zu fördern, um die industrielle Entwicklung in Afrika voranzutreiben. Es wird entscheidend sein, alternative Entwicklungsmodelle aufzubauen, um die Industrialisierung des Kontinents zu unterstützen. Die Zusammenarbeit in regionalen Blöcken und neuen Institutionen wird die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung sein.
Team
Rike – Diplom-Volkswirtin mit einem ausgeprägten Interesse an internationalen Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Christian – Diplom-Finanzwirt (FH) mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Sektor und einem Fokus auf finanzpolitische Analysen.
Obwohl wir in vielen Fragen unterschiedliche Perspektiven einnehmen, teilen wir die Überzeugung, dass ein umfassendes Verständnis globaler Ereignisse nur durch die Betrachtung vielfältiger Standpunkte möglich ist.

