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Gaza, Libanon, Haiti & andere Themen – Tägliches Pressebriefing (1. April 2024)



Mittagsbriefing von Stéphane Dujarric, Sprecher des Generalsekretärs.

Höhepunkte:
-Gaza
-Libanon
-Haiti
Welt-Autismus-Tag (World Autism Awareness Day)
-Finanzielle Beiträge
-Escalators
-Briefing heute

GAZA
Was die Lage in Gaza und insbesondere im Al Shifa Krankenhaus in Gaza-Stadt betrifft, so plant die UNO so bald wie möglich eine Mission in das Krankenhaus, um die medizinische Versorgung der Menschen zu unterstützen und den Zustand des Krankenhauses zu beurteilen. Dies geschieht, nachdem bekannt wurde, dass die israelischen Streitkräfte das Gelände des Al Shifa Krankenhauses geräumt haben.
Gestern sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Dr. Tedros, dass nach den eingegangenen Informationen 21 Patienten gestorben sind, seit Al Shifa am 18. März belagert wurde.
Im Al Aqsa Krankenhaus im Zentrum des Gazastreifens führte ein WHO-Team gestern eine humanitäre Mission durch, als ein Zeltlager auf dem Gelände des Krankenhauses von einem israelischen Luftangriff getroffen wurde. Berichten zufolge wurden vier Menschen getötet und 17 weitere verletzt. Alle WHO-Mitarbeiter sind wohlauf.
Das WHO-Team war in dem Krankenhaus, um den Bedarf zu ermitteln und Inkubatoren zu sammeln, die an Gesundheitseinrichtungen im nördlichen Gazastreifen geschickt werden sollen.
Unsere Kollegen vom UNRWA erklärten ihrerseits, dass sich die Menge der humanitären Hilfsgüter, die in den Gazastreifen gelangen, nicht wesentlich verändert hat und der Zugang zum Norden nicht verbessert wurde. Vom 1. bis 30. März fuhren im Durchschnitt 159 Hilfsgütertransporte pro Tag nach Gaza. Die höchste Zahl in diesem Monat wurde am 28. März erreicht, als 264 Lastwagen über den Grenzübergang Kerem Shalom/ Karem Abu Salem und den Landübergang Rafah in den Gazastreifen gelangten. Dies liegt deutlich unter dem operativen Ziel von 500 Lastwagen pro Tag.
Das UNRWA stellt auch weiterhin Lager- und Verteilungskapazitäten für die Nahrungsmittel und Waren anderer Organisationen zur Verfügung. Das Hilfswerk teilte heute mit, dass mehr als 1,8 Millionen Menschen – das sind 85 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens – Mehl und fast 600.000 Nahrungsmittelpakete erhalten haben.

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LEBANON
In einer am Wochenende veröffentlichten Erklärung zur Lage entlang der Blauen Linie verurteilte der Generalsekretär eine Explosion, die am Samstag eine Patrouille der Beobachtergruppe im Libanon traf. Dabei wurden drei der UN-Militärbeobachter, die zur UNTSO, der UN Truce Supervision Organization (UNTSO), gehören, sowie ein Sprachassistent, ein libanesischer Sprachassistent, verletzt. Unsere Kollegen von der Friedenstruppe teilten uns heute mit, dass sich die vier Personen nach dem Vorfall vom Samstag erholen. Der Leiter der UNIFIL-Mission und Kommandeur der Truppen, Generalmajor Aroldo Lázaro, hat heute einen der Militärbeobachter besucht, der in einem Krankenhaus in Beirut behandelt wird.
Die Friedensmission im Libanon (UNIFIL) hat eine Untersuchung eingeleitet.
Der Generalsekretär bekräftigt, dass die Sicherheit der Friedenssoldaten gewährleistet werden muss.
Und wir sagen immer wieder, dass diese wiederholten Verstöße gegen die Einstellung der Feindseligkeiten einen Verstoß gegen die Resolution 1701 (2006) des Sicherheitsrates darstellen.
Die Auswirkungen auf zivile Gebiete auf beiden Seiten der Blauen Linie sind inakzeptabel, und wir fordern alle Seiten auf, eine diplomatische Lösung für diese Krise zu finden.

Vollständige Highlights:

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