Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am Samstag (2) erklärt, dass der geplante Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland innerhalb eines Jahres dazu dienen soll, dass die europäischen Länder ihre eigenen Verteidigungskapazitäten stärken. Diese Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die Entscheidung der USA, nach Meinungsverschiedenheiten über den Iran-Konflikt zwischen Präsident Donald Trump und dem deutschen Premierminister Friedrich Merz, ihre militärische Präsenz in Europa zu reduzieren.
Die Ankündigung des Pentagon, 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, war eine erwartete Maßnahme. Trump hatte bereits zuvor mit einer Reduzierung der Truppen gedroht, nachdem es zu Spannungen mit Merz gekommen war, der auch die Strategie der USA im Nahen Osten in Frage gestellt hatte. Die Truppenabzüge sollen innerhalb eines Jahres erfolgen, wobei Deutschland derzeit das Land mit der höchsten Anzahl an US-Militärangehörigen in Europa ist.
Pistorius betonte die Notwendigkeit für Europa, mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit zu übernehmen und lobte die Bemühungen Deutschlands, seine Streitkräfte zu erweitern und die militärische Infrastruktur auszubauen. Die Entscheidung des Pentagon bedeutet, dass eine komplette Brigade Deutschland verlassen wird und die geplante Stationierung einer Langstreckenartillerieeinheit abgesagt wird.
Die USA haben in Europa 31 ständige Militärbasen und 19 weitere Einrichtungen, auf die das Verteidigungsministerium Zugriff hat. Der US European Command überwacht die militärischen Operationen in ganz Europa und arbeitet mit den NATO-Verbündeten zusammen, um auf Krisen zu reagieren und die Sicherheitszusammenarbeit in Europa und Afrika zu fördern.