Am‌ Montagmorgen informierte Premierminister Donald Tusk, dass der Vorfall am Sonntag in dem⁤ Dorf Mika⁢ bei Garwolin an der Bahnstrecke Warschau-Lublin „ein Akt‍ der Sabotage“ war. Die Behörden untersuchen auch einen zweiten Vorfall auf derselben Strecke, diesmal‌ in der Nähe ​von Puławy.

„Leider haben sich die ⁢schlimmsten ​Befürchtungen bestätigt. Auf der​ Strecke‍ Warschau-Lublin (Dorf Mika) kam es ‌zu einem Sabotageakt. Eine Explosion⁤ hat die Bahnschiene zerstört. Die Behörden und die Staatsanwaltschaft sind vor Ort.‍ Auf derselben⁢ Strecke, näher an Lublin, wurde ebenfalls eine Beschädigung festgestellt“, schrieb der Regierungschef auf der ​Website X.

Er betonte, dass die Sprengung der⁣ Bahnschiene ⁢ein ⁣beispielloser Akt der Sabotage gegen die Sicherheit des polnischen Staates und seiner Bürger ⁤sei. „Die Ermittlungen laufen. Wie bei ‍früheren ​Fällen dieser ​Art werden ⁢wir ⁣die Täter finden, unabhängig ⁣davon, wer ihre Auftraggeber⁤ sind“, kündigte der Premierminister an.

Generalstabschef der polnischen Armee, General Wiesław ⁤Kukuła, erklärte im Polnischen Radio, dass⁣ „was wir heute haben, kein Krieg ist, sondern eine Vorkriegssituation oder das, was wir umgangssprachlich ⁤hybriden Krieg ⁤nennen.

„Der Gegner hat mit⁢ den Vorbereitungen für den Krieg begonnen. Er baut hier ein bestimmtes Umfeld ‍auf, das dazu führen⁣ soll, das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung, die Streitkräfte und die Polizei zu untergraben. Es soll die Bedingungen für eine potenzielle Aggression auf polnischem Territorium schaffen“, erklärte der General.

Er betonte, dass solche Aktionen nicht unbedingt immer⁣ bewaffneten⁣ Konflikten vorausgehen. ⁤“Ich betone noch einmal: Heute ist unsere Haltung, unsere ⁤Reaktion am wichtigsten“, sagte der Generalstabschef im Radiosender Jedynka.

Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz teilte mit, dass die dem Verteidigungsministerium unterstellten Dienste eng zusammenarbeiten, um den Sabotageakt auf den Gleisen in der Nähe von Garwolin (Woiwodschaft ⁤Masowien) aufzuklären.

„Wir führen koordinierte Maßnahmen mit dem 2. Lubliner BOT, insbesondere mit dem 25. Bataillon der leichten Infanterie aus Zamość, durch. Die Armee ⁤wird einen Abschnitt ⁤von ca. 120 km (entlang der Bahnstrecke)‌ bis‌ zur Grenze⁣ in Hrubieszów überprüfen“, informierte ‍der Verteidigungsminister auf der Plattform X‍ (ehemals Twitter).