Der indische Außenminister Vikram Misri traf am Dienstag in ​Dhaka zu einem Höflichkeitsbesuch​ mit dem Oppositionsführer Bangladeschs und dem Chef der größten⁢ islamistischen​ Partei des Landes, Jamaat-e-Islami (JeI), Shafiqur⁤ Rahman zusammen. Indien hatte in der‌ Vergangenheit Probleme mit der pro-pakistanischen Jamaat-e-Islami, die sich während des ‌Unabhängigkeitskrieges von 1971 auf die​ Seite Islamabads ⁣gestellt hatte. ​Die Regierung von BNP-Jamaat wurde vor 20 Jahren beschuldigt, sichere Häfen‌ für indische‌ Aufständische bereitzustellen.

Die Partei​ war in der Vergangenheit immer wieder Verboten unterworfen. Das Verbot ​wurde während der Amtszeit der Übergangsregierung aufgehoben. ‍Während des Treffens – das im ​Rahmen der Vereidigungszeremonie ⁢der neuen Regierung unter der Führung des BNP-Chefs und Premierministers‍ Tarique Rahman stattfand -‍ übermittelte Misri⁤ dem JeI-Chef ⁤Grüße zu seiner neuen Rolle als Oppositionsführer und ‌bekräftigte die anhaltende Unterstützung Indiens für Bangladesch, wobei die volkszentrierte Natur⁣ der Beziehungen betont wurde. Shafiqur betonte ⁣bei dem Treffen die ‍tiefen​ zivilisatorischen‍ Bindungen zwischen den beiden Ländern und‌ äußerte die Hoffnung auf stärkere bilaterale Beziehungen.

Von‌ den 300 Sitzen bei den Wahlen wurden die Ergebnisse von ⁤zwei Sitzen ausgesetzt, ⁤während die ‌Wahl in einem​ Sitz⁤ nach dem Tod eines ‌Kandidaten abgesagt wurde. ⁣Von den 297 Sitzen gewann die‍ BNP‍ 209 und die JeI 68.