Außenminister Fidan warnt: „Netanyahu könnte Krieg wieder entfachen
Dışişleri Bakanı Hakan Fidan traf sich mit dem ägyptischen Außenminister Bedr Abdulati, der zu offiziellen Gesprächen in Ankara eingetroffen war. Die beiden Minister führten ein persönliches Gespräch. Nach dem Treffen mit seinem Amtskollegen gab Minister Fidan folgende Erklärung ab: „Die Möglichkeit, dass Netanyahu den Krieg erneut beginnen könnte, beunruhigt alle, die sich für Frieden einsetzen. Es gibt weltweit einige Fragezeichen darüber, wie sich die Regierung Netanyahu verhalten wird, nachdem israelische Gefangene freigelassen wurden. Die internationale Gemeinschaft muss gemeinsam handeln und verhindern, dass Netanyahu aus politischen Gründen Völkermord wieder aufnimmt. Wir sind gegen jegliche Versuche, die Palästinenser aus ihrem Heimatland zu vertreiben. Israel muss seine Operationen im Westjordanland beenden. Wir legen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Ägypten und Syrien. Es liegt im Interesse aller, dass Syrien zu einem stabilen und friedlichen Land wird. Die Unterstützung der neuen Regierung in Syrien wird immer wichtiger. ISIS und die PKK sind die größte Bedrohung für Syrien.“
Minister Fidan beantwortete die Frage nach den 15 Palästinensern, die von Israel vertrieben wurden und in die Türkei kamen, wie folgt: „Es gab die Bedingung, dass eine bestimmte Anzahl von Palästinensern nicht in Palästina bleiben durfte. Aufgrund einer Anfrage haben wir uns positiv dazu geäußert. Die 15 Palästinenser, die im Rahmen des Waffenstillstands freigelassen wurden, wurden in die Türkei gebracht. In Kairo erhielten sie Visa von unserer Botschaft und kamen in die Türkei. Wir halten es für sinnvoll, dass auch andere Länder eine Rolle spielen. Was wir tun, dient dem Frieden, erleichtert die Arbeit der Parteien und ist eine humanitäre Unterstützung.“ Der ägyptische Außenminister Abdulati antwortete auf die Frage nach dem Waffenstillstand im Gazastreifen: „Der Waffenstillstand im Gazastreifen sollte dauerhaft sein, nicht vorübergehend, das ist sehr wichtig. Wir betonen, dass alle Parteien ihre Verantwortung für diesen Waffenstillstand wahrnehmen müssen. Alle befreundeten Länder und die Weltgemeinschaft sollten ihr Bestes tun, damit beide Seiten ihre Verpflichtungen erfüllen. Ägypten mobilisiert alle seine Ressourcen, um sicherzustellen, dass die Hilfe in den Gazastreifen gelangt.“